, Pressemitteilung

Ehrenamt stärken: CDU beantragt mehr Geld für Feuerwehrleute und Vereinskooperationen

Die Aufwandsentschädigung für ehrenamtlich Tätige in der Freiwilligen Feuerwehr soll um 20.000 €, genau genommen von 35.000 € auf 55.000 € erhöht werden. Das beantragt die CDU im Rahmen der Haushaltsberatungen für 2020. Der Magistrat wird beauftragt, gemeinsam mit den Freiwilligen Feuerwehren ein Konzept zu erstellen, so dass neben den Funktionsträgern der Feuerwehren auch andere Einsatzkräfte eine finanzielle Anerkennung für ihre Einsätze erhalten", heißt es in dem Antrag der Christdemokraten.

 "Die Aufgaben unserer Freiwilligen Feuerwehren in unserer wachsenden Stadt nehmen zu. Wir sind stolz und dankbar, eine derart leistungsfähige Freiwillige Feuerwehr zu haben. Das Ehrenamt in der Feuerwehr unterscheidet sich von anderen, da sich die Feuerwehrleute in Gefahrensituationen für ihre Mitmenschen begeben und dazu rund um die Uhr bereit sind. Die beantragte Budgeterhöhung soll im Unterschied zur heutigen Situation die Möglichkeit einer finanziellen Anerkennung auch an Mitglieder der Einsatzabteilung ohne Führungs- oder Sonderfunktion schaffen", begründet CDU-Vorsitzender Mario Beck und fügt hinzu: "Natürlich wird diese nicht äquivalent zu einem Stundenlohn sein, es bleibt beim ehrenamtlichen Charakter. Zugleich ist die geplante Aufwandsentschädigung ein Zeichen der Wertschätzung."

Ebenfalls mit der Stärkung des Ehrenamts beschäftigt sich ein weiterer CDU-Antrag. Die Sportförderung soll um eine neue Position "Förderung von Vereinskooperationen" ergänzt und diese mit 20.000 € ausgestattet werden. "Vereine sollen mit Hilfe dieses Fördertopfes beim Magistrat Fördergelder beantragen können, wenn mindestens zwei Karbener Vereine gemeinsam auf Dauer ausgelegte Angebote schaffen, die der Sport- oder Kulturförderung bzw. dem sozialen Leben und insbesondere der Jugendarbeit dienen", schlagen die Christdemokraten vor.

Beck begründet die CDU-Initiative: "Der Anspruch an Vereine wächst, sowohl in administrativer Hinsicht als auch in Sachen Vielfältigkeit des Angebots für Vereinsmitglieder und damit für unsere Bürgerinnen und Bürger. Zugleich wird es schwerer, Menschen für ehrenamtliche organisatorische Aufgaben in Vereinen zu gewinnen und zu binden. Mit dem Fördertopf wollen wir einen Anreiz für vereinsübergreifende Kooperationen setzen, getreu dem Motto ‚gemeinsam schafft man mehr‘. Wir wollen damit ein reichhaltiges Vereinsangebot als Bereicherung der Lebensqualität in Karben und als Garant des gesellschaftlichen Zusammenhalts sichern und ausbauen helfen." Die Höhe des Fördertopfes könne in den Folgejahren je nach Nachfrage und Inhalt der Anträge nachgesteuert werden.

Die Anträge werden aus der sinkenden Kreis- und Schulumlage gegenfinanziert. Diese Senkung sei im Haushalt noch nicht verarbeitet, da sie nach Erstellung des Haushalts vom Wetteraukreis angekündigt wurde. "Wir begrüßen diese Entlastung der Kommunen durch die Große Koalition unter Federführung von Landrat Jan Weckler. Die Entlastung trägt zur Sicherung des Haushalts bei. Ein Teil der Entlastung wiederum fließt durch unsere Anträge in Projekte, die direkt den Bürgerinnen und Bürgern zu Gute kommen", so Beck abschließend.