Pressemitteilung:

Im Herzen von und mit ganzem Herzen für Europa

09. April 2019

Etwas später im Jahr als üblich lud die Karbener CDU zu ihrem Jahresempfang. Eine weitere Premiere: Mit dem Frankfurter Stadtrat Jan Schneider und dem Marburger Völker- und Europarechtler Prof. Sven Simon, seines Zeichens Spitzenkandidat der hessischen Union für die Europawahl, waren gleich zwei Gastredner geladen. Das verbindende Thema: Wie können die Bürger wieder von Europa begeistert werden? Und wie gestaltet "im Herzen von Europa" die Metropolregion Frankfurt ihr Wachstum?

CDU-Vorsitzender Mario Beck konnte rund 150 Besucher im Albert-Schäfer-Haus, darunter Landrat Jan Weckler, Landtagsabgeordneter Tobias Utter, den ehemaligen Bundesminister Christian Schwarz-Schilling, Bürgermeister Guido Rahn sowie Vertreter von Vereinen, Sozialverbänden, anderen Parteien und Unternehmen. Eintracht-Fan Beck fiel es leicht, den Bogen von Brüssel zum Frankfurter Römer zu spannen: "Keine Stadt in Deutschland ist so europäisch und international wie Frankfurt. Das gilt jetzt auch im Fußball mit der Eintracht als letzter deutscher Mannschaft im europäischen Wettbewerb," so Beck, der die Eintracht-Hymne "Im Herzen von Europa" nicht unerwähnt ließ.

Wie sehr dieses Herz pulsiert, machte Stadtrat Jan Schneider deutlich. Um 130.000 wuchs Frankfurt in den letzten 15 Jahren – "wir haben uns quasi um eine Stadt in der Größe Offenbachs erweitert". Anschaulich beschrieb der Kreisvorsitzende der Frankfurter Union, mit welchen Herausforderungen im Kita- und Schulbau und in der Verkehrserschließung dieses Wachstum verbunden ist. "Hierbei müssen wir in der Region enger zusammenarbeiten. Wir Frankfurter müssen im Dialog mit dem Umland besser werden. Daher sehe ich es als schönes Zeichen, heute hier nach Karben eingeladen worden zu sein", so Schneider. Dialog unter Nachbarn und Zusammenarbeit – von diesem Erfolgsrezept profitiert das Friedensprojekt Europa seit 70 Jahren. "Diese historische Leistung, die eng mit der Union und den Namen Konrad Adenauer und Helmut Kohl verbunden ist, gilt es gegen die Populisten von links und rechts zu verteidigen", sagte Simon in seiner leidenschaftlichen Rede. Er betonte, dass es einige Politikfelder gebe, die auf EU-Ebene besser erledigt werden müssten: die Sicherung der EU-Außengrenzen, die Migrations- und Asylpolitik, Bereiche der Verteidigungspolitik und der Terrorismusbekämpfung bis hin zur wirkungsvollen Bekämpfung von Steuervermeidungsstrategien.

"Wir müssen den Menschen wieder konkret vor Augen führen, warum wir die Europäische Union brauchen. Der Anteil der Europäer an der Weltbevölkerung wird geringer. Wenn wir trotzdem einen guten Teil unserer Werte, vom Eigentumsschutz über Umweltstandards bis Arbeitnehmerrechte, im Welthandel durchsetzen wollen, geht das nur gemeinsam", so Simon. Beim Thema Umwelt dürfe man das Feld nicht den "grünen Ideologen" überlassen. Mit Blick auf die AfD befand Simon: "Eine Partei, die das Europäische Parlament abschaffen will, die sollte zu seiner Wahl erst gar nicht antreten."

Kommunalpolitisch blickten Beck und Bürgermeister Guido Rahn auf die aktuellen Projekte in Karben: "Sanierung der Hauptstraßen und Gehwege, Entwicklung des Stadtzentrums, privater und öffentlicher Wohnungsbau, Nidda-Renatrierung, Kita-Neubauten und ein 8,7-Millionen Euro Investitionsprogramm für die Karbener Schulen – bei uns geht’s voran." Mit leidenschaftlichen Worten mahnte Rahn, auch weiterhin umsichtig zu wirtschaften und das Geld zusammenzuhalten – und bei öffentlichen Bauvorhaben endlich Bürokratie abzubauen, gab er den überörtlichen Politikvertretern mit auf den Weg.

"Der Empfang und insbesondere die mitreißende Rede von Prof. Simon sind super angekommen. Ein junger Besucher hat uns direkt angesprochen und möchte Mitglied werden", zeigte sich Beck zufrieden. Zu den Klängen von "Jazz for Friends", angeleitet von Dieter Wirtz, einer Gulaschsuppe und mit vielerlei Gesprächen klang der Abend aus.


Im Herzen von und mit ganzem Herzen für Europa