Pressemitteilung:

Conti: Karbener Fraktionen ziehen an einem Strang

31. Juli 2018

Wenn es um den Erhalt der Arbeitsplätze beim Karbener Automobilzulieferer Continental ContiTech (ehemals Techno Chemie) geht, stehen die Karbener Fraktionen zusammen. "Wir haben aus der CDU-Fraktionen einen Resolutionstext verabschiedet und den anderen Fraktionen angeboten, sich diesem anzuschließen. Entstanden ist so ein gemeinsamer Antrag", erläutert CDU-Fraktionsvorsitzender Mario Beck und fügt an: "Ich freue mich, dass wir in dieser wichtigen Frage ein Signal der Geschlossenheit aussenden."

Konkret heiß es in dem interfraktionellen Antrag: "Die Stadtverordnetenversammlung unterstützt den Betriebsrat am Standort Karben der Firma Continental ContiTech in seinem Anliegen, die Arbeitsplätze am Standort Karben zu erhalten. Wir appellieren an das Unternehmen, in Zeiten des Fachkräftemangels einen Konsens mit den Arbeitnehmervertretern zu finden im Sinne des Erhalts der Arbeitsplätze und des Wirtschaftsstandorts Karben. Gleichzeitig appellieren wir an die Tarifpartner, im Rahmen ihrer Verantwortung in der gesetzlich geschützten Tarifautonomie die Interessen der Arbeitnehmer und die Anfordernisse an die Wettbewerbsfähigkeit der Conti-Produkte in Einklang zu bringen."

Klar ist, dass das Karbener Rathaus nur sehr begrenzten Einfluss auf einen Weltkonzern wie Continental habe. Daher heißt es in der Resolution weiter: "Der Magistrat wird gebeten, diese Resolution an den Hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier, an den Bundes- und Landeswirtschaftsminister, Herrn Altmaier und Herrn Al Wazir, an Herrn Bundestagsabgeordneten Oswin Veith und an Tobias Utter sowie die weiteren Landtagsabgeordneten des Wetteraukreises mit der Bitte um Unterstützung weiterzuleiten, damit diese bei den Entscheidungsträgern des Continental-Konzerns für den Standort Karben werben."

Das Stadtparlament wird am 23. August über den Antrag befinden. Beck bedankt sich angesichts der Einigkeit aller Beteiligten für die Zusammenarbeit mit den anderen Fraktionen in dieser Frage und sagt: "Im Gespräch mit dem Betriebsrat haben wir unseren Einsatz im Rahmen unserer Möglichkeiten zugesagt. Es ist gut, dass wir das nun gemeinsam über Fraktionsgrenzen hinweg umsetzen, anstatt uns in kleinlichen Formulierungsfragen zu verheddern. Denn wenn es um Karbener Interessen geht, müssen wir alle an einem Strang ziehen."


Mario Beck