Pressemitteilung:

"Gemeinsam für den Standort Karben kämpfen"

18. Juli 2018

Am Mittwochabend haben sich Vertreter der in Karben vertretenen Parteien sowie Bürgermeister Guido Rahn (CDU) mit der Betriebsratsführung von Continental ContiTech getroffen. Anlass war die Sorge der Arbeitnehmervertreter um die Arbeitsplätze in Karben. CDU-Vorsitzender Mario Beck berichtet: "Wir nehmen die Anliegen der Arbeitnehmer dieses traditionsreichen Karbener Unternehmens sehr Ernst und haben zugesagt, uns im Rahmen unserer Möglichkeiten für den Erhalt und die Zukunftssicherung der Arbeitsplätze vor Ort einzusetzen. Dies wird sowohl hinter den Kulissen geschehen, als auch in der Öffentlichkeit. Darum haben uns die Betriebsräte ausdrücklich gebeten, daher diese Pressemitteilung."

Der Automobilzulieferer beschäftigt rund 800 Menschen in Karben. Davon stünden rund 300 nach Betriebsratsangaben zur Diskussion, man sorge sich auch um den Standort insgesamt. Die Stadtverordneten hatten bereits in Form einer Resolution ihre Solidarität mit den Beschäftigten erklärt. Hierfür bedankten sich Peter Widera vom Konzernbetriebsrat und Hans Peter Kopp vom örtlichen Betriebsrat.

"Wir wiederum sind dem Betriebsrat sehr dankbar, dass er uns im Gespräch seine Sicht der Dinge geschildert hat und wir nun einen besseren Einblick in die Lage haben. Hoffnungsvoll stimmt uns, dass nach Betriebsratsangaben die Umsatzziele im Karbener Werk zuletzt erfüllt worden seien und die Auslastung hoch sei", fasst Beck zusammen und ergänzt: "Natürlich haben wir ein hohes Interesse daran, diesen wichtigen Karbener Arbeitgeber – vielen noch als Vorgänger-Unternehmen Techno-Chemie bekannt – mit seinen vielen Arbeitsplätzen in Karben zu halten. Wir begrüßen wir es, dass unser Bürgermeister Guido Rahn das Gespräch mit der Geschäftsleitung bereits gesucht hat und weiter intensivieren wird."

Zu einer realistischen Erwartungshaltung gehöre aber auch, dass der Einfluss der Politik und insbesondere der Kommunalpolitik begrenzt sei. "Wir überschätzen unsere Möglichkeiten nicht und wollen niemanden falsche Hoffnungen machen. Aber was wir tun können, werden wir tun, auch hinter den Kulissen auf der jeweils sachgerechten Ebene", versichert Beck.

Der Christdemokrat weiter: "Klar ist: In tarifliche Fragen, um die momentan gerungen wird, werden wir uns nicht einmischen. Denn die Tarifautonomie ist ein hohes, grundgesetzlich geschütztes Gut, wofür die Gewerkschaften zu Recht gekämpft haben. Hier setzen wir auf die Vernunft der Tarifpartner. Ihre Aufgabe ist es, die Interessen der Arbeitnehmer und die Anfordernisse an die Wettbewerbsfähigkeit der Conti-Produkte in Einklang zu bringen. Das kann niemand besser als die Tarifparteien. Eine politische Einflussnahme wäre hier ebenso schädlich wie gesetzeswidrig." Beck argumentiert außerdem: "In Zeiten des Fachkräftemangels gehen wir davon aus, dass die Unternehmensführung ein hohes Interesse daran hat, einen Konsens mit den Beschäftigten zu finden. Für uns als Kommunalpolitik steht der Erhalt guter Arbeitsplätze und der Wirtschaftskraft in Karben im Vordergrund."

Die Betriebsratsvertreter, Bürgermeister Guido Rahn und die Vertreter der Fraktionen haben vereinbart, weiter in engem Kontakt zu bleiben, um "gemeinsam für den Standort Karben zu kämpfen", so die Presseerklärung.


Mario Beck