Pressemitteilung:

CDU will Bewegung in den B3-Ausbau bringen

11. Dezember 2017

Um den B3-Ausbau auf vier Spuren zwischen Kloppenheim und Massenheim sowie der Weiterbau Richtung Okarben ist es ruhig geworden. Zu ruhig, findet die Karbener CDU und holt das Thema auf die Agenda der Stadtverordneten. Im Rahmen der Haushaltsberatungen beantragen die Christdemokraten 50.000 Euro für Planungskosten, damit der Ausbau endlich vorankomme.

"Mit zahlreichen Projekten haben wir die Verkehrsinfrastruktur in Karben in den letzten Jahren vorangebracht", bilanziert CDU-Chef Mario Beck und zählt beispielhaft auf: Nordumgehung, Ausbau ÖPNV, Radwegebau und die Neugestaltung des Bahnhofs. Noch nicht gelöst sei die Thematik B3. "Das muss sich ändern, denn diese Bundesstraße ist von elementarer Bedeutung für die Verkehrsinfrastruktur in Karben. Heute kommt es zu erheblichen Staus, insbesondere auf dem Teilstück Kloppenheim-Massenheim, das zweispurig zwischen zwei vierspurigen B3-Abschnitten liegt und daher einen Engpass darstellt", so Beck.

Erreicht habe man immerhin, dass Dank des Einsatzes des Bundestagsabgeordneten Oswin Veith der B3-Weiterbau im vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans ist. Der Ausbau zwischen Kloppenheim und Massenheim findet sich im erweiterten Bedarf mit Planungsauftrag wieder. Beck weiter: "Auf Grund begrenzter Planungsressourcen bei Hessen-Mobil sehen wir derzeit jedoch keinen Projektfortschritt. Wie bereits bei der Nordumgehung erfolgreich mit der Vorfinanzierung praktiziert wollen wir proaktiv handeln. Im Unterschied zur Nordumgehung ist bei der B3 aber keine Vorfinanzierung des Baus notwendig, da im Bundeshaushalt mehr Mittel bereitstehen, als planungsreif abgerufen werden. Stattdessen wollen wir die Planung anschieben. Von der von uns beantragten Kosten-Nutzen-Analyse versprechen wir uns Fakten-basierte Argumente, um das Projekt weiter voranzubringen."

Konkret umfasst der von der Union formulierte Planungsauftrag:

  1. eine Verkehrszählung als Basis für eine Kosten-Nutzen-Analyse der einzelnen Bauabschnitte
  2. eine Kosten-Nutzen-Analyse / Vorplanung für einen vierspurigen Ausbau zwischen Kloppenheim und Massenheim, einschließlich Prüfung einer Verlängerung der Einfädelspur Dortelweil bis zur Abbiegespur Massenheim als Kurzfristmaßnahme / als ersten Bauabschnitt
  3. eine Kosten-Nutzen-Analyse / Vorplanung für den Lückenschluss / den Bau einer neuen Trasse zwischen Anschlussstelle Nordumgehung und Knoten 0
  4. Vorplanung für die Anbindung der K9 nach Petterweil und des BBW
  5. Knotenpunktverbesserungen vom Straßberg bis zum Knoten 0
    1. Am Straßberg unter Berücksichtigung des geplanten Bahnausbaus / Lärmschutzes
    2. Am Knoten 0 möglichst kreuzungsfrei (Nutzung des Landschaftsprofils / der Senke am Knoten 0, Brücke B3 über L3205 mit Ein- und Ausfädelung)

"Die Umfahrung des Straßbergs haben wir bewusst ausgeklammert, da es hierzu bereits fertige Planungen von Hessen-Mobil gibt. Es ist bekannt, dass wir eine weite Umfahrung bevorzugen und eine enge ablehnen. Hier bleiben wir unserer Linie treu, denn wir wollen den Straßberg nicht zwischen Bahn und B3 einkeilen", so Beck, der weiter ausführt: "Die Diskussion darüber darf nicht den Blick für andere Lösungen nehmen, denn der eigentliche Verkehrsengpass auf der B3 liegt weiter südlich, wie man an den werktäglichen Staus zwischen Kloppenheim und Massenheim mit Schleichverkehr über Dortelweil beobachten kann. Mit unserem Antrag wollen wir den Weg für pragmatische Lösungen ebnen und Bewegung in eine festgefahrene Diskussion bringen. Denn unsere Stadt braucht eine leistungsfähige B3." Die Stadtverordneten beraten am 15. Dezember über den Antrag.


Mario Beck