Burg-Gräfenrode

Burg-Gräfenrode

Vom Schulsprecher zum Ortsbeirat?

Mit rund 69 Prozent holten die Christdemokraten bei der Kommunalwahl im Jahr 2011 ihr bestes Stimmergebnis in Burg-Gräfenrode, dem Stadtteil, indem auch Bürgermeister Guido Rahn lebt. "Dieses Ergebnis zu halten, ist natürlich ein sehr hoher Anspruch. Wir sind aber zuversichtlich, dass uns das gelingen kann, denn wir haben eine sehr gute Mischung aus Kandidaten und Themen für die Wähler im Angebot", so Ortsvorsteher Karlfred Heidelbach.

Heidelbach kandidiert erneut auf Platz 1 der "Roggauer" CDU-Liste. Seit 15 Jahren ist der 69-jährige bereits Ortsvorsteher. "Karlfred Heidelbach ist in Roggau in allen Vereinen aktiv und packt immer wieder an, wenn Kleinigkeiten zu erledigen sind, wofür andernorts der Bauhof ausrückt. Er ist ein Kümmerer und Macher, dem das Amt des Ortsvorstehers wie auf den Leib geschneidert ist", lobt Bürgermeister Guido Rahn. Auf Platz 2 folgt Albrecht Breidert, der ebenfalls wie Heidelbach dem Stadtteil-Gremium schon langjährig angehört.

Derzeit ist die CDU in dem 5-köpfigen Gremium mit vier Sitzen vertreten. Den aussichtsreichen dritten Platz auf der Liste nimmt ein neues Gesicht aus den Reihen der Jungen Union ein: David Gubitzer, der derzeit an der Kurt-Schumacher-Schule an seinem Abitur arbeitet und als Schulsprecher bereits an exponierter Stelle Verantwortung trägt. "Wir wollen uns verjüngen und sind daher froh, einen engagierten jungen Mann gefunden zu haben, der bereit ist, in die Kommunalpolitik einzusteigen", so Heidelbach. Vierter im Bunde ist Markus Bender. Der 46-jährige Bankkaufmann vertritt die Union bereits in der Stadtverordnetenversammlung und ist mit seiner Familie von Groß-Karben nach Burg-Gräfenrode gezogen. Weitere CDU-Kandidaten sind Erika Wiesler, Gertrudis Kerstan und Werner Medlin.

Auf der "Habenseite" ihrer Leistungsbilanz der zu Ende gehenden Wahlperiode verbucht die Roggauer CDU den Neubau der Nidda-Brücke für den Radweg nach Wöllstadt, die Befestigung Friedhofswege und die Sanierung des Feld- und Radwegs zur Nidda. "Außerdem war die Aufhebung der Gestaltungssatzung, mit der Bau- und Renovierungswillige gegängelt wurden, für uns ein wichtiger Erfolg. Sehr gefreut haben wir uns auch über die Ansiedlung des Mütterzentrums, denn wir wollen ein attraktiver Stadtteil für junge Familien sein", betont Heidelbach.

Mit Blick auf die kommenden fünf Jahre steht die Fertigstellung des Neubaugebiets im Sohlweg an. "Wir wollen hier bezahlbaren Wohnraum schaffen, sowohl durch private Bauherren als auch nach Möglichkeit durch die städtische Wohnungsbaugesellschaft. Baugebiete sind wichtig für uns, denn bereits im Bindweidring haben wir die Erfahrung gemacht, dass Neubürger das Vereinsleben und die Dorfgemeinschaft beleben", berichtet Heidelbach, der außerdem die Schaffung eines Themenspielplatzes sowie den Bau des Radwegs nach Ilbenstadt als wichtige Vorhaben nennt. Für den Radweg sei bereits ein Vertrag mit Niddatal abgeschlossen, die Planung sei fertig. Derzeit laufe der Grunderwerb und der Zuschussantrag.

David Gubitzer ergänzt ein weiteres wichtiges Thema: "Ganz dringend brauchen wir schnellere Internetverbindungen in Roggau. Daher ist es sehr erfreulich, dass Bürgermeister Guido Rahn Zusagen von der Telekom für einen Ausbau der Bandbreiten noch in diesem Jahr erreicht hat."

Neben der Union treten die SPD und die Freien Wähler bei der Ortsbeiratswahl in Burg-Gräfenrode an. Mit sieben Kandidaten weist die Union sogar mehr Bewerber auf, als jene fünf, die pro Liste auf den Stimmzettel gedruckt werden, während die politischen Mitbewerber mit zwei beziehungsweise einem Kandidaten ins Rennen gehen.

Die Mitglieder im Ortsbeirat:

Stadtverordnete aus Burg-Gräfenrode: